OFV fordert Spitzenreiter heraus...
Der Offenburger FV richtet den Blick nach vorn. Nach dem späten 2:2 in Oberkirch, das den Verlust der Tabellenführung bedeutete, wartet am Samstag im Karl-Heitz-Stadion mit dem SV Schapbach der neue Spitzenreiter der Landesliga Südbaden...
Der Offenburger FV steht am Samstag vor einem richtungsweisenden Duell: Im Karl-Heitz-Stadion kommt mit dem SV Schapbach der neue Spitzenreiter der Landesliga Südbaden nach Offenburg. Durch das späte 2:2 in Oberkirch verlor der OFV am vergangenen Wochenende seine Tabellenführung – erneut durch einen Gegentreffer in der Nachspielzeit. Dieses Muster zieht sich durch mehrere Partien: Gegen Ottenau fiel das 1:2 nach Ablauf der regulären Spielzeit, in Bühl gingen nach einer 2:0-Führung in der Nachspielzeit sogar drei Gegentore durch. Zuletzt sorgte Oberkirch ebenfalls in der Nachspielzeit für den Ausgleichstreffer.
Trotz dieser bitteren Momente betont Trainer Michael Kovacs die positiven Entwicklungen. Er verweist darauf, dass der OFV in dieser Saison noch keine Partie innerhalb der regulären 90 Minuten verloren hat. Beide Niederlagen entstanden erst in der Nachspielzeit. Das Remis in Oberkirch sei daher kein verlorenes Spiel, sondern ein Punktgewinn. Die Enttäuschung über den späten Ausgleich sei zwar spürbar gewesen, doch der Fokus habe sich schnell wieder auf die kommende Aufgabe gerichtet.
Mit Schapbach wartet ein Gegner, der nur zwei Zähler vor dem OFV liegt und eine ähnlich stabile Defensive aufweist. Beide Teams haben die gleiche Anzahl an Gegentoren kassiert. Offensiv agieren sie ebenfalls auf vergleichbarem Niveau: Der OFV kommt auf 22 Treffer, Schapbach auf 20. Kovacs hebt die starke Entwicklung des Tabellenführers hervor und beschreibt ihn als eingespielte, geschlossene Mannschaft. Seine Eindrücke aus dem Spiel gegen Rust bestätigen diese Einschätzung. Schapbachs einzige Niederlagen resultierten aus dem 3:4 beim Aufsteiger sowie einem 0:2 in Kehl.
Ein Vorteil für den OFV könnte die Heimstärke sein: Drei Siege aus vier Heimspielen sprechen für eine gute Ausgangslage im Karl-Heitz-Stadion. Allerdings muss Kovacs seine Defensive umbauen. Außenverteidiger Luca Brucker fällt krankheitsbedingt aus, Innenverteidiger Marc Feurer fehlt aufgrund seines Studiums. In der Offensive gibt es dagegen eine erfreuliche Nachricht: Lukas Jäger kehrt nach seiner Hüftverletzung zurück und erweitert die Optionen im Angriff.